Aktuelles

Pressemitteilungen
Der Weltmarktpreis für Kakao ist in den vergangenen Monaten drastisch gesunken. Für Kleinbauern und ihre Familien hat das drastische Folgen. Wir haben wichtige Informationen zusammengestellt - und unsere weitaus höheren Einkaufspreis natürlich trotzdem beibehalten. (mehr)

Besuch vor Ort
Wir haben die Kakao-ProduzentInnen von FONMSOEAM in Ecuador besucht. Das Erdbeben vom Frühjahr 2016 hat auch dort Spuren hinterlassen. (mehr)


Verkaufspunkte

Alle unsere Produkte entsprechen der EG-Öko-Verordnung (DE-ÖKO-006)



Fairtrade

Das laut der GlobeScan-Studie 2013 weltweit bekannteste Zeichen für fair gehandelte Produkte ist das FAIRTRADE-Siegel. An das System sind derzeit 1,4 Millionen ProduzentInnen aus 70 verschiedenen Ländern angeschlossen. In Deutschland vergibt der Verein TransFair, der hiesige Ableger der Fairtrade Labelling Organizations International (FLO), das Siegel auf nationaler Ebene und kümmert sich um die Förderung des Fairen Handels.

FLO vereinigt weltweit 25 Fairtrade-Organisationen unter einem Dach und definiert die Standards für jedes Produkt. Die Zertifizierung und die Kontrolle der zertifizierten Netzwerke übernimmt das unabhängige Unternehmen FLO-CERT.

Produkte mit dem FAIRTRADE-Siegel stammen aus Fairem Handel. Sie wurden somit unter internationalen Standards des Fairen Handels produziert und gehandelt. Das Siegel garantiert den VerbraucherInnen unter anderem, dass...

...ein Kaufpreis gezahlt wurde, der den ProduzentInnen ein menschenwürdiges Dasein ermöglicht.

...es sich um ein Qualitätsprodukt handelt.

...eine Rückverfolgbarkeit des Produkts möglich ist.

...die Arbeits- und Lebensbedingungen der ProduzentInnen verbessert wurden.

Um Produkte aus Fairem Handel verkaufen zu können, verpflichten sich die ProduzentInnen dazu...

...eine demokratische Organisation zu bilden. Sie muss die aktive Beteiligung aller Mitglieder begünstigen und aktiv gegen Diskriminierung vorgehen. Wahlen garantieren die entsprechende Vertretung aller Mitglieder.

...transparent zu agieren. Die Organisation muss die Fairhandelsprämie transparent verwalten und zum Wohl der Gemeinschaft einsetzen.

...die Umwelt zu schützen. Die landwirtschaftliche Nutzung muss auf eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen ausgerichtet sein.

...menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu garantieren. Die Begünstigten des Fairen Handels verpflichten sich, auf Zwangsarbeit zu verzichten, Gewerkschaftsfreiheit zu ermöglichen sowie für gesunde und sichere Arbeitsplätze, auch für SaisonarbeiterInnen, zu sorgen.

Verpflichtungen von ImporteurInnen und GroßhändlerInnen

Um sich am Fairen Handel beteiligen zu können, verpflichten sich GroßhändlerInnen, WeiterverarbeiterInnen und ImporteurInnen...

...die Produkte von den Bäuerinnen- und Bauernorganisationen zu einem fairen und stabilen Preis zu kaufen. Der Dreh- und Angelpunkt des Fairtrade-Systems ist die Zahlung eines garantierten Mindestpreises. Dieser wird für jedes Produkt aufgrund einer genauen technischen Studie ermittelt. Er muss die Produktionskosten und eine angemessene Entlohnung aller an der Produktion Beteiligten berücksichtigen. Der garantierte Mindestpreis ist ein klares Merkmal, das den Fairen Handel von anderen Modellen, darunter Bio-Zertifizierungen oder freiwilligen Selbstverpflichtungen großer Unternehmen, unterscheidet.

...die Ernten vorzufinanzieren. Auf Wunsch der ProduzentInnenorganisation ermöglichen die ImporteurInnen eine Vorfinanzierung der Ernte. Dieser Kredit verhindert, dass sich kleine ProduzentInnen zu Wucherzinsen verschulden.

...eine langfristige Geschäftsbeziehung mit den ProduzentInnen aufzubauen. Der/die GroßhändlerIn, ImporteurIn oder WeiterverarbeiterIn lässt sich auf eine langfristige Geschäftsbeziehung mit den ProduzentInnen ein.

...müssen Kontrollen durch FLO-Cert akzeptieren. GroßhändlerInnen, ImporteurInnen oder WeiterverarbeiterInnen müssen eine lückenlose Rückverfolgbarkeit des Produkts garantieren. Sie müssen jederzeit in der Lage sein, den Ursprung der gekauften, gelagerten und verkauften Mengen nachzuweisen.

KLEINPRODUZENTEN-SYMBOL SPP

Neben FAIRTRADE exisiteren inzwischen auch weitere unabhängige Siegel, die den VerbraucherInnen die Gewissheit geben, ein fair gehandeltes Produkt zu kaufen. Eines davon ist das KleinproduzentInnen-Symbol SPP. Die lateinamerikanische und karibische ProduzentInnennorganisation CLAC hat es initiiert und zu dessen Administration und Gestaltung die unabhängige Stiftung FUNDEPPO („Fundación de Pequeños Productores Organizados, Asociación Civil“) mit Sitz in Mexiko-Stadt gegründet. Die Lizenzgebühren, die für die Nutzung des Symbols bezahlt werden, decken die laufenden Kosten von FUNDEPPO.

Der Name des KleinproduzentInnen-Symbols ist Programm: Kaffee oder andere Produkte, die aus lediglich einer Zutat bestehen, stammen ausschließlich aus kleinbäuerlicher Landwirtschaft. Bei Mischprodukten müssen so viele Zutaten wie möglich von KleinproduzentInnen stammen, mindestens jedoch 50 Prozent.

Das Siegel garantiert nicht nur faire Preise für die ErzeugerInnen sowie einen Sozialfonds, sondern ist auch an Sozialstandards geknüpft. So sind etwa ausbeuterische Kinderarbeit sowie gesundheitsschädigende Arbeiten explizit ausgeschlossen. Außerdem sind alle AkteurInnen einem Verhaltenskodex verpflichtet, in dem zum Beispiel Nachhaltigkeit, Solidarität, Gleichberechtigung und gegenseitiger Respekt betont werden.

Das KleinproduzentInnen-Symbol ist das einzige Siegel, das ausschließlich Kleinbäuerinnen und Kleinbauern vorbehalten ist und ausschließlich auf Produkten von KleinproduzentInnen zu finden ist. Außerdem zeichnet sich das Siegel dadurch aus, dass es von den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern selbst erfunden und entwickelt wurde. Das Siegel spiegelt die Vorstellungen der Bäuerinnen und Bauern hinsichtlich der Zertifizierung und Bewerbung ihrer Produkte wider. Da die Zertifizierung für das KleinproduzentInnen-Symbol von Bio-Kontrollstellen durchgeführt werden kann, fallen die Kosten für die ProduzentInnenkooperativen in der Regel geringer als bei anderen Zertifizierungen aus.

ECOCERT FAIR TRADE

Auch die Fair-Trade-Zertifizierung des aus Frankreich stammenden Bio-Kontrolleurs Ecocert kommt auf unseren Produkten teilweise zum Einsatz. Ecocert hat genau wie das KleinproduzentInnen-Symbol SPP für die Kooperativen den großen Vorteil, dass die Kontrollen gemeinsam mit der Bio-Zertifizierung stattfinden können.

Für die Ecocert-Fair-Trade-Zertifizierung gelten vier wichtige Grundprinzipien:

1. Die Partnerschaft mit den ProduzentInnen soll das lokale Know-how fördern, ländliche Industrien unterstützen und den ProduzentInnen zu mehr Autarkie verhelfen.

2. Menschenwürdige Arbeitsbedingungen, garantierte Mindestpreise und Zahlungen in einen Entwicklungsfonds sind obligatorisch.

3. Der Schutz der biologischen Vielfalt und der Umwelt müssen gewährleistet sein. Außerdem soll die Produkte dabei helfen, den ökologischem Landbau weiter auszubauen.

4. VerbraucherInnen sollen möglichst umfassend und transparent über die Herkunft und die Produktionsbedingungen informiert werden. Zudem soll das Bewusstsein für Fair-Trade-Praktiken gesteigert werden.